Schutzkonzept

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für das Feiern von Gottesdiensten im CZG
im Hinblick auf Covid-19

(Stand: 22.06.2020)

Grundsätzliches
Wesensmerkmal pfingstlicher Freikirchen ist, dass sie Gottesdienste feiern, die einen sehr persönlichen Bezug zu den Teilnehmern und der Teilnehmer untereinander herstellen. Dies ist mit einem hohen Maß an Kommunikation miteinander verbunden. Deswegen sind ONLINE-Gottesdienste zwar ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für Gottesdienste vor Ort. Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung bewusst, die Gemeinden mit dem Wiederbeginn von Gottesdiensten in der derzeitigen Situation für ihre Gemeindeglieder und Gäste übernehmen.

Wir vom Christlichen Zentrum Günzburg sehen uns als Teil der Gesamtgesellschaft und nicht in einer Sonderrolle. Das bedeutet, dass wir die Notwendigkeiten zur Eindämmung des Virus anerkennen und unterstützen. Gleichwohl muss es medizinisch verantwortbare Wege geben, die den religiösen Bedürfnissen und dem Grundrecht auf freie Religionsausübung (wozu insbesondere auch öffentliche Gottesdienste gehören) entsprechen und gleichzeitig die Bemühungen zur Eindämmung des Virus berücksichtigen.

Dazu gehören nach derzeitigem Erkenntnisstand die Hygiene- und Abstandsregeln, die wir berücksichtigen und einhalten werden. Darum geht es in diesem Schutzkonzept, das in Anlehnung an die Vorlage für ein Schutzkonzept der Gemeinden des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) entstanden ist.

Der BFP ist eine kongregationalistisch verfasste Freikirche. Die Gemeinden sind teilweise rechtlich selbständig, teilweise rechtlich unselbstständig, doch in der Gestaltung ihres Gemeindelebens sind sie alle geistlich selbstständig. Selbstverständlich halten auch wir uns als mit dem BFP eng verbundene Gemeinde an die behördlichen und gesetzlichen Vorgaben.

Dem dienen auch die Regelungen in diesem Schutzkonzept, das die Situation berücksichtigt, dass die meisten freikirchlichen Gottesdienste statt in großen Kirchenschiffen in verhältnismäßig kleineren Gemeindehäusern stattfinden.

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Verantwortlichkeiten
Die Verantwortung für den Erlass und die Steuerung von Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Christlichen Zentrum Günzburg, trägt die Leitung der Gemeinde. Neben den behördlichen Verordnungen dient dieses Schutzkonzept als Grundlage.
Maßnahmen

    • Es ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten. Dies gilt sowohl für den Gottesdienst selbst, als auch für die Verkehrswege.
    • Kein Körperkontakt zwischen den Gottesdienstbesuchern.
    • Im Gottesdienstraum stehen die Stühle in einem Mindestabstand von 1,5 m nach links und rechts, sowie nach vorne und hinten. Dabei ist auf die Berücksichtigung des Abstandes, auch auf den Wegen zu den Sitzplätzen, zu achten.
    • Im gleichen Haushalt lebende Familienmitglieder werden nicht getrennt. Deshalb gibt es im Gottesdienstraum spezielle 2er- und 3er-Stuhlgruppen. Sind alle Plätze im Gottesdienstraum belegt, werden nachkommende Gottesdienstbesucher auf andere Veranstaltungen verwiesen.
    • Thema Musik/Gesang: Das vom RKI bewertete Konsenspapier des BMI empfiehlt auf Gemeindegesang zu verzichten. Begründung: „Aktivitäten wie Sprechen und Singen spielen beim Infektionsgeschehen eine besondere Rolle. Lautes Sprechen und Singen sollte aufgrund der Verstärkten Abscheidung von potenziell infektiösen Tröpfchen, die auch über größere Distanzen verbreitet werden können, vermieden werden. Aus den gleichen Gründen sind Blasinstrumente bei musikalischer Begleitung zu vermeiden.“ Aus diesen Gründen verzichten wir auf den „Gemeinde-Gesang“, in welcher Form auch immer. Sologesang als Vortrag ist jedoch möglich.
    • Wir richten einen Ordnungsdienst ein, der auf die Einhaltung dieser Maßnahmen achtet.
    • Es stehen in ausreichendem Maße Flüssigseifen, Handtuch- und Desinfektionsspender zur Verfügung, damit diese regelmäßig genutzt werden können.
    • Reinigungskräfte reinigen die Räumlichkeiten in ausreichendem Maße. Hierbei werden insbesondere Türklinken, Handläufe und Lichtschalter desinfiziert.
    • Wir achten auf regelmäßiges Lüften, da dies die Zahl möglicherweise in der Luft vorhandener Erreger reduziert.
    • Enge Räume im Gemeindehaus (z.B. die Teeküche) werden – wenn überhaupt nötig – nur einzeln betreten.
    • Die Kollekte wird vorzugsweise bargeldlos eingesammelt, also digital oder durch Überweisung. Kollekten-Körbe gehen nicht durch die Reihen, sondern stehen am Ausgang bereit.
    • Im Gottesdienst verwendete Technik (Mikrofone, etc.) wird nach Ende des Gottesdienstes sorgfältig desinfiziert.
    • Beim Abendmahl kommen ausschließlich Einzelkelche zur Anwendung. Das zuvor mit Hand-schuhen geschnittene Brot wird den Teilnehmenden bspw. mit einer Greifzange in die Hand gegeben. Der Mindestabstand wird gewahrt.
    • Anstehende Taufen (Ganzkörpertaufen) werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
    • Nach derzeitigem Kenntnisstand sehen wir von der Durchführung von Kindergottesdiensten ab.
    • Kirchencafé und Begegnungszeiten vor und nach dem Gottesdienst entfallen mindestens solange, wie Gaststätten und Cafés nicht geöffnet sind. Auch gemeinsame Mahlzeiten nach dem Gottesdienst finden nicht statt.
    • Dem Wunsch nach Seelsorge und Segnung nach dem Gottesdienst wird nur unter den oben genannten Hygieneregeln nachgekommen.
    • Soweit möglich halten wir die Namen der beim Gottesdienst Anwesenden fest, um Infektions-ketten nachvollziehen zu können und auskunftsfähig zu. Dabei beachten wir vorgegebene Datenschutzverordnungen.
    • Die Gemeinde informiert über die Hygienestandards und Maßnahmen durch weitflächige Aus-hänge und über den Gemeinde-E-Mail-Verteiler.

Die Beachtung der vorgenannten Maßnahmen ermöglichen es, dass der Mindestabstand zu anderen Personen zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden kann.

Im Übrigen gilt: Niemals krank in den Gottesdienst! Personen mit erkennbaren Symptomen (auch leichtes Fieber, Erkältungsanzeichen, Atemnot) kommen nicht in die Gottesdienste bzw. bleiben zu Hause, bis der Verdacht auf Infizierung mit dem Corona-Virus ärztlicherseits aufgeklärt ist. Hier sind alle gefragt, ihre gesundheitliche Situation gewissenhaft zu prüfen, um andere nicht in Gefahr zu bringen.

Alles Gesagte gilt sinngemäß auch für alle anderen Gruppenveranstaltungen der Gemeinde.

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Kleingruppen / Religiöse Hausgruppen
Kleingruppen und Hauskreise in Privathäusern können, im Rahmen der Änderungen der Kontaktbeschränkungen, ab dem 17. Juni 2020 wieder stattfinden.

Seelsorgebesuche / Krankenbesuche
Bei Seelsorge z.B. an Kranken und Sterbenden mit Hausbesuchen soll den haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Zutritt gestattet sein. Dies geschieht unter Wahrung der Abstandsregelung (kein direkter Körperkontakt) und weiterer Hygienemaßnahmen (Desinfektion, Mundschutz) sowie der Regelungen vor Ort in Krankenhäusern, Pflegestationen, Hospizen, Gefängnissen usw. z.B. mit Schutzkleidung. Hier sind die lokalen Regelungen maßgeblich.

Allgemeine Maskenpflicht
Das Tragen von Mund-Nase-Masken ist durch die bayrische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geregelt. Daraus ergibt sich für die Gottesdienste des CZG Folgendes:
Beim Betreten und Verlassen des Gemeindegebäudes sind Masken zu tragen. Durch die allg. Maskenpflicht kann jeder seine eigene Schutzmaske zum Gottesdienst mitbringen. Dies obliegt der Eigenverantwortung der Gottesdienstbesucher. Jeder Gottesdienstbesucher, der an seinem Platz angekommen ist, kann seine Maske abnehmen. Verlässt er seinen Platz auch nur kurzeitig, muss die Maske wieder getragen werden.

Handlungsanweisungen für Verdachtsfälle

    • Die betreffende Person wird zur ärztlichen Abklärung unverzüglich nach Hause geschickt.
    • Die Leitung der Gemeinde wird über die für den Gottesdienst zuständige Person informiert.
    • Die Leitung der Gemeinde nimmt den Kontakt zum Gesundheitsamt vor Ort auf.

Umsetzung
Diese Maßnahmen gelten ab sofort und bis auf Widerruf.

gez. Gemeindeleitung
Roland Ludwig – Ältester (2. Vorsitzender)
Christian Heinlein – Ältester (Schatzmeister)
Hans-Werner Zöllner – Ältester (Schriftführer)

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